Gebäudeprüfung – Gebäudesicherheit und Werterhaltend
Gebäude verändern sich laufend. Witterung, Alterung, Nutzung und technische Entwicklungen können über die Jahre zu Schäden, Sicherheitsrisiken oder erhöhtem Instandhaltungsbedarf führen.
Eine regelmäßige Gebäudeprüfung unterstützt Eigentümer:innen, Hausverwaltungen, Wohnungseigentumsgemeinschaften und Bestandshalter dabei, den Zustand eines Gebäudes systematisch zu erfassen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen besser zu planen.
Ziel ist nicht nur die Feststellung möglicher Mängel, sondern die langfristige Erhaltung, Dokumentation und Weiterentwicklung einer Immobilie.
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Warum sind regelmäßige Gebäudeprüfungen sinnvoll?
Viele Schäden entstehen schleichend. Kleine Risse, Feuchtigkeitseintritte, Korrosionserscheinungen oder Schäden an Fassaden, Dächern und Geländern bleiben häufig lange unbemerkt.
Durch regelmäßige Gebäudebegehungen können Veränderungen frühzeitig erkannt und Instandhaltungsmaßnahmen besser geplant werden. Dies hilft dabei, größere Folgeschäden und unerwartete Kosten zu vermeiden.
Gerade bei Zinshäusern, Wohnhausanlagen und älteren Bestandsgebäuden stellt die laufende Beobachtung des Gebäudezustandes einen wichtigen Beitrag zum Werterhalt dar.
Wie läuft eine Gebäudeprüfung ab?
Jedes Gebäude besitzt eigene Besonderheiten. Deshalb beginnt eine Gebäudeprüfung in der Regel mit der Sichtung vorhandener Unterlagen und einem Gespräch mit Eigentümer:innen oder Hausverwaltungen.
Vorhandene Pläne, bekannte Schäden, frühere Sanierungen, Wartungen und Instandhaltungsmaßnahmen liefern wichtige Informationen über die bisherige Entwicklung des Gebäudes.
Anschließend erfolgt eine Begehung der allgemein zugänglichen und sicherheitsrelevanten Gebäudebereiche. Die Kontrolle erfolgt grundsätzlich augenscheinlich und ohne zerstörende Eingriffe.
Welche Bereiche werden typischerweise betrachtet?
- Fassaden und Außenbauteile
- Dächer und Dachentwässerungen
- Balkone und Loggien
- Geländer und Absturzsicherungen
- Treppenanlagen und Handläufe
- Stiegenhäuser
- Kellerbereiche
- Außenanlagen und Verkehrswege
- Brandschutzrelevante Bereiche
- Allgemein zugängliche Gebäudeteile
Dokumentation und Maßnahmenliste
Feststellungen werden nachvollziehbar dokumentiert und können durch Fotodokumentationen ergänzt werden. Dadurch entsteht ein strukturierter Überblick über den aktuellen Gebäudezustand.
Werden Auffälligkeiten festgestellt, können diese in einer Maßnahmenliste zusammengefasst und nach Dringlichkeit geordnet werden.
Nicht jede Feststellung erfordert sofortige Maßnahmen. Oftmals geht es zunächst darum, Entwicklungen zu beobachten oder weitere fachliche Untersuchungen zu veranlassen.
Zusammenhang mit ÖNORM B1300
Bei Wohngebäuden orientieren sich viele Gebäudeprüfungen an den Grundsätzen der ÖNORM B1300. Diese bietet eine strukturierte Grundlage für wiederkehrende Sichtkontrollen und die Dokumentation sicherheitsrelevanter Gebäudebereiche.
Die Norm unterstützt Eigentümer:innen und Hausverwaltungen dabei, Gebäudesicherheit langfristig nachvollziehbar zu organisieren.
Gebäudeprüfung und Bauwerksbuch
Die Ergebnisse einer Gebäudeprüfung können gleichzeitig eine wertvolle Grundlage für Bauwerksbücher gemäß §128a Wiener Bauordnung bilden.
Fotodokumentationen, Zustandsbeschreibungen und Maßnahmenlisten lassen sich strukturiert erfassen und langfristig fortführen.
Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Gebäudedokumentation, die Eigentümer:innen und Hausverwaltungen bei der langfristigen Erhaltung ihrer Immobilien unterstützt.
Bestandsunterlagen und baurechtlicher Konsens
Im Zuge von Gebäudeprüfungen zeigt sich immer wieder, dass vorhandene Bestandspläne nicht vollständig mit dem tatsächlichen Gebäudebestand übereinstimmen.
Abweichungen zwischen Planstand und Bestand können insbesondere bei späteren Sanierungen, Umbauten, Dachgeschoßausbauten oder Einreichverfahren relevant werden.
Je nach Aufgabenstellung können ergänzende Bestandsaufnahmen, Planabgleiche oder weiterführende Untersuchungen sinnvoll sein.
Grundlage für Instandhaltung und Sanierung
Gebäudeprüfungen liefern wichtige Informationen für zukünftige Instandhaltungs- und Sanierungsentscheidungen.
Die Dokumentation unterstützt Eigentümer:innen dabei, Budgets besser zu planen, Prioritäten festzulegen und notwendige Maßnahmen langfristig zu strukturieren.
Bei Bedarf können für einzelne Bauteile oder Fachbereiche weitere Untersuchungen durch geeignete Fachunternehmen oder Sachverständige empfohlen werden.
Warum Architektum?
Als staatlich befugte Ziviltechnikerin betrachten wir Gebäude nicht nur aus Sicht einer einzelnen Kontrolle.
Durch die Verbindung von Gebäudeprüfung, Bauwerksbuch, Bestandsaufnahme, Architektur, Einreichplanung, Sanierung und Energieintegration entsteht ein umfassender Blick auf die Immobilie.
Dadurch erhalten Eigentümer:innen, Hausverwaltungen und Bestandshalter eine fundierte Grundlage für Erhaltung, Weiterentwicklung und zukünftige Investitionsentscheidungen.
