Bauwerksbuch vor 1919 Wien | Frist 2027 & §128a Wiener Bauordnung

Warum ist das Bauwerksbuch für Gebäude vor 1919 wichtig?

Viele Gebäude vor 1919 wurden über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte hinweg genutzt, umgebaut und laufend an neue Anforderungen angepasst. Häufig wechselten Eigentümer:innen, Hausverwaltungen oder Nutzungen. Dadurch gehen Informationen über das Gebäude oftmals verloren oder liegen in unterschiedlichen Archiven, Planständen oder Unterlagen vor.

Das Bauwerksbuch schafft eine zentrale und nachvollziehbare Dokumentation des Gebäudes. Bestehende Informationen werden zusammengeführt und wichtige Gebäudedaten langfristig gesichert.

Gerade bei historischen Gebäuden ist es von Vorteil, wenn Informationen nicht ausschließlich vom Wissen einzelner Personen abhängig sind, sondern dauerhaft dokumentiert und für zukünftige Eigentümer:innen, Hausverwaltungen und Fachleute nachvollziehbar aufbereitet werden.

Welche Vorteile bietet ein Bauwerksbuch für Eigentümer:innen und Hausverwaltungen?

Das Bauwerksbuch dient nicht nur der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen gemäß §128a Wiener Bauordnung. Es unterstützt Eigentümer:innen und Hausverwaltungen auch bei der langfristigen Verwaltung, Dokumentation und Erhaltung ihrer Liegenschaft.

Insbesondere bei Altbauten, Gründerzeithäusern und Zinshäusern entsteht dadurch ein erheblicher Mehrwert für die laufende Gebäudeverwaltung.

  • strukturierte Gebäudedokumentation
  • nachvollziehbare Fotodokumentation
  • zentrale Ablage wichtiger Unterlagen
  • Dokumentation früherer Feststellungen
  • Maßnahmenplan und Prüfintervalle
  • Unterstützung bei Eigentümerwechseln
  • bessere Nachvollziehbarkeit früherer Sanierungen
  • langfristige Beobachtung des Gebäudezustandes
  • Unterstützung bei zukünftigen Entscheidungen

Bauwerksbuch als langfristiges Werkzeug

Viele Eigentümer:innen betrachten das Bauwerksbuch zunächst als gesetzliche Verpflichtung. In der Praxis kann es jedoch weit darüber hinausgehen.

Durch die strukturierte Erfassung des Gebäudes entsteht eine langfristige Grundlage, welche über viele Jahre genutzt werden kann. Bei späteren Überprüfungen können frühere Feststellungen wiedergefunden und Veränderungen nachvollzogen werden.

Dadurch entsteht eine Art Gebäudelebenslauf, welcher die Entwicklung des Gebäudes dokumentiert und zukünftige Entscheidungen unterstützt.

Das Bauwerksbuch wird damit zu einem langfristigen Instrument für die Erhaltung und Verwaltung historischer Gebäude.

Unterstützung bei fehlenden Unterlagen

Bei Gebäuden vor 1919 ist es nicht ungewöhnlich, dass Unterlagen unvollständig oder gar nicht vorhanden sind.

Häufig fehlen beispielsweise:

  • Bestandspläne
  • frühere Einreichungen
  • alte Bewilligungen
  • Dokumentationen von Umbauten
  • Unterlagen zu früheren Sanierungen
  • Bestandsdokumentationen einzelner Bauteile

Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass kein Bauwerksbuch erstellt werden kann.

Im Rahmen der Bauwerksbuch-Erstellung unterstützen wir bei der Sichtung vorhandener Unterlagen, der Recherche in Planarchiven, der Einsicht vorhandener Akten sowie bei erforderlichen Bestandsaufnahmen.

Dadurch kann Schritt für Schritt eine nachvollziehbare Gebäudedokumentation aufgebaut werden.

Erfahrung mit Altbauten und Zinshäusern

Gerade bei Gebäuden vor 1919 ist Erfahrung im Umgang mit historischen Bestandsgebäuden besonders wichtig.

Viele Wiener Altbauten verfügen über:

  • historische Fassaden
  • Gründerzeitdetails
  • Gewölbekeller
  • alte Dachkonstruktionen
  • historische Stiegenhäuser
  • mehrere Bauphasen
  • unterschiedliche Sanierungsstände
  • spätere Umbauten und Adaptierungen

Die Erstellung eines Bauwerksbuches erfordert daher nicht nur die Dokumentation vorhandener Bauteile, sondern auch ein Verständnis für die Besonderheiten historischer Gebäude.

Historische Gebäude erhalten und weiterentwickeln

Gebäude vor 1919 sind wichtige Bestandteile des Wiener Stadtbildes. Viele dieser Häuser haben bereits mehr als ein Jahrhundert überdauert und sollen auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben.

Das Bauwerksbuch unterstützt dabei, den aktuellen Zustand des Gebäudes nachvollziehbar zu dokumentieren und bildet häufig die Grundlage für spätere Entscheidungen.

Dies kann beispielsweise hilfreich sein bei:

  • Fassadensanierungen
  • Dachsanierungen
  • Dachgeschoßausbauten
  • Nachverdichtungen
  • energetischen Verbesserungen
  • Photovoltaiklösungen
  • Umbauten
  • Nutzwertgutachten
  • Parifizierungen
  • ÖNORM B1300 Überprüfungen

Ziel ist dabei nicht nur die Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz, sondern auch eine nachhaltige und wirtschaftliche Weiterentwicklung der Liegenschaft.

Warum Architektum?

Als staatlich befugte Ziviltechnikerin begleite ich Eigentümer:innen, Hausverwaltungen und Wohnungseigentumsgemeinschaften bei der Erstellung von Bauwerksbüchern für historische Gebäude, Altbauten und Zinshäuser in Wien.

  • Erstellung des Bauwerksbuches gemäß §128a Wiener Bauordnung
  • Erstprüfung vor Ort
  • Fotodokumentation
  • Maßnahmenplan
  • Prüfintervalle
  • Registrierung in der Bauwerksbuchdatenbank
  • Unterstützung bei fehlenden Unterlagen
  • Bestandsaufnahmen bei Bedarf
  • persönliche Betreuung durch Ziviltechnikerin

Sie erhalten keine anonyme Standardbearbeitung, sondern eine individuelle Bearbeitung Ihrer Liegenschaft unter Berücksichtigung der Besonderheiten historischer Gebäude.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung Ihres Bauwerksbuches für Gebäude vor 1919 sowie bei der langfristigen Betreuung und Weiterentwicklung Ihrer Liegenschaft.

 

Nähere Informationen und weiterführende Themen

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen rund um das Bauwerksbuch, die Erstprüfung sowie die gesetzlichen Anforderungen für Altbauten, Zinshäuser und Bestandsgebäude in Wien.

Gerne unterstützen wir Eigentümer:innen, Hausverwaltungen und Wohnungseigentumsgemeinschaften bei der Erstellung von Bauwerksbüchern, Erstprüfungen, Gebäudedokumentationen sowie bei der langfristigen Erhaltung und Weiterentwicklung historischer Gebäude in Wien und Niederösterreich.